<Artist Interview>
Akane SAKAI
Eine Pianistin, die Menschen verbindet und Räume erschafft
text by Hiroyuki YAGI
translation by Prof. em. Kazumi SAKAI
Cover Photo by Andrej GRILC
Die Begegnung mit Argerich
Die Pianistin Akane SAKAI schloss ihr Studium an der Toho Gakuen University ab und ging anschließend nach Belgien. Seither ist Brüssel der Ausgangspunkt ihrer internationalen Karriere. Sie tritt als Solistin bei Musikfestivals, in Konzertsälen und mit Orchestern auf der ganzen Welt auf. Besonders geprägt wurde ihre künstlerische Laufbahn durch die enge Zusammenarbeit mit Martha Argerich. Von einer der bedeutendsten Pianistinnen der Nachkriegszeit mit großem Vertrauen bedacht, ist Sakai nicht nur Argerichs Partnerin für Duo- und vierhändige Aufführungen, sondern für die künstlerische Planung des „Argerich Festivals“ in Hamburg verantwortlich. Durch diese Zusammenarbeit wurde ihr Name vielen Musikliebhabern und -liebhaberinnen bekannt. Doch wie verlief ihr künstlerischer Werdegang? Um den Mensch hinter dem Namen näher kennenzulernen, sprachen wir ausführlich mit Akane SAKAI.
Sakai begegnete Argerich zum ersten Mal, als sie im Abschlussjahrgang des Toho Gakuen Musikgymnasiums für Mädchen war.
„Ich war ein großer Argerich-Fan. Nach jedem Konzert, das ich besuchte, stellte ich mich in die Schlange für ein Autogramm. Irgendwann schien Martha mein Gesicht wiederzuerkennen. Eines Tages fragte sie mich: ‚Du studierst doch Klavier, oder? Möchtest du mir einmal vorspielen?’ Ich antwortete natürlich, dass ich das sehr gerne tun würde – war aber ehrlich gesagt nicht sicher, ob Martha es wirklich ernst meinte. Doch sie wollte mich tatsächlich spielen hören. Damals wohnte ich noch im Wohnheim der Toho Gakuen , als mich jemand von KAJIMOTO anrief und sagte, Martha sei gerade in Hamamatsuchō, um Instrumente auszuwählen und ich solle dorthin kommen. Martha mag keinen Regen, und an diesem Tag regnete es und ihre Laune war entsprechend getrübt. Schließlich hörte sie mir im Tokyo Metropolitan Theatre zu – kurz vor ihrem Konzert mit Gidon Kremer. Für mich war es wie ein Traum, vor der Pianistin zu spielen, die ich so sehr bewunderte. Ich war so aufgeregt und glücklich, dass ich mich kaum noch daran erinnere, wie ich gespielt habe. Danach lud sie mich sogar noch zum Essen ein. So begann meine besondere, fast unglaubliche Verbindung zu Martha.”
Nach ihrem Studienabschluss der Toho Gakuen University ging Sakai nach Belgien. Auch bei der Wahl dieses Studienortes hatte Argerich sie aufmerksam und herzlich unterstützt.
„Ursprünglich hatte ich geplant, in Deutschland zu studieren, doch der Professor, bei dem ich lernen wollte, war inzwischen in den Ruhestand gegangen, sodass ich meinen Plan noch einmal überdenken musste. Als ich Martha um Rat fragte, empfahl sie mir das Königliche Konservatorium Brüssel. Auf ihre Empfehlung hin entschied ich mich für Belgien. Am Königlichen Konservatorium Brüssel studierte Sakai bei Evgeny Mogilevsky und am Conservatorium SLAC in Leuven bei Alan Weiss, wo sie ihr Diplom mit Auszeichnung abschloss. Seitdem ist mir Brüssel sehr ans Herz gewachsen“, erklärt sie. „Die Stadt ist mein Ausgangspunkt geblieben. Brüssel ist eine sehr kosmopolitische Stadt, in der viele ausländische Musiker und Musikerinnen leben – unter ihnen die Geigerin Yuzuko HORIGOME. Außerdem ist die Lage ideal: Frankreich, Deutschland und die Niederlande sind in kürzester Zeit zu erreichen. Auch für Martha war Brüssel einer ihrer Lebensmittelpunkte. Sie war häufig in der Stadt.”

Als künstlerische Partnerin
Der Kontakt zu Argerich brach auch nach Sakais Studienzeit in Belgien nicht ab. Im Gegenteil: aus der Beziehung der beiden entwickelte sich mit der Zeit eine einer echten künstlerische Partnerschaft.
„Auch nach meinem Studium habe ich Martha regelmäßig zu Hause vorgespielt. Sie ist unglaublich bescheid en und gibt ihre Ratschläge immer sehr vorsichtig und behutsam. Unser erster gemeinsamer Auftritt war, soweit ich mich erinnere, 2005 beim Argerich Festival in Buenos Aires statt – dort haben wir vierhändig Schubert und Ravel gespielt. Danach sind wir auch beim Festival in Lugano gemeinsam aufgetreten. Neben unseren Duo-Auftritten und dem vierhändigen Spiel bin ich seit dem Beginn des Argerich Festivals in Hamburg im Jahr 2018 auch als künstlerische Planerin tätig.”
Argerich umgibt eine Aura, die selbst unter großen Pianistinnen außergewöhnlich ist. Wie erlebt Sakai, die ihr seit langer Zeit sehr nahe ist, diese Ausnahmekünstlerin?
„Martha und ich hatten von Anfang an ein sehr vertrautes Verhältnis. Daran hat sich auch nichts geändert, als wir gemeinsam auf der Bühne standen. Als musikalische Partnerin führt Martha das Spiel, aber sie tut das auf eine Weise, die das Beste aus ihren Mitspielern und Mitspielerinnen holt. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, zieht sich aber auch nicht zurück. Dieses feine Gleichgewicht findet sie ganz instinktiv. Vor allem aber begegnet Martha allen Menschen auf Augenhöhe. Bei den Festivals in Lugano und Hamburg erhalten alle Beteiligten dasselbe Honorar, sie legt keinen Wert auf Sonderbehandlung. Als ich Martha kennenlernte, war sie Anfang fünfzig. Ich glaube, sie ist seither deutlich gelassener geworden. Früher mochte sie es gar nicht, wenn bei Interviews Kameras liefen. Heute schaut sie mit Begeisterung YouTube-Videos und stört sich kaum noch daran, gefilmt zu werden.”

Sakais Mission als künstlerische Planerin
Wie bereits erwähnt, ist Sakai beim jährlich im Juni in Hamburg stattfindenden Argerich Festival für die künstlerische Planung verantwortlich, eine Aufgabe, die einmal mehr zeigt, wie groß das Vertrauen ist, das Argerich in sie setzt. Doch was genau umfasst diese Rolle?
„Das Festival wird von den Hamburger Symphonikern veranstaltet. Deshalb stimme ich mich eng mit dem Intendanten des Orchesters ab und entscheide gemeinsam mit ihm über Besetzung und Programm. Mein Schwerpunkt liegt vor allem auf den Rezitals und der Kammermusik außerhalb der Orchesterkonzerte. 2026 findet das Festival vom 20. bis 30. Juni statt, und Japan wird eines der Leitthemen sein. Im Zentrum steht die Europapremiere von Dai FUJIKURAs Klavierkonzert Nr. 4 „Akiko’s Piano“, bei der ich als Solistin auftreten werde. Akiko KAWAMOTO, die beim Atombombenabwurf auf Hiroshima ums Leben kam, wäre 2026 hundert Jahre alt geworden; auch das Pianino, das sie so sehr liebte, feiert in diesem Jahr seinen hundertsten Geburtstag. Ursprünglich war Martha als Solistin der Uraufführung vorgesehen. Wegen der Einreisebeschränkungen während der Corona-Pandemie war das leider nicht möglich. Das ist einer der Gründe, weshalb wir das Werk nun in Hamburg aufführen. Akikos Klavier selbst kann nicht nach Europe gebracht werden, weil die Tasten Elfenbein enthalten und aufgrund internationaler Artenschutzbestimmungen auch nicht für kurze Zeit das Land verlassen können. Die Firma Casio hat den Klang des Instruments jedoch digitalisiert, und in der Kadenz der Hamburger Aufführung werde ich dieses digitalisierte Klavier verwenden.
Darüber hinaus ist eine Aufführung des Noh-Stücks „Postman of Nagasaki“ von Shōnosuke ŌKURA geplant, der sowohl Noh-Schauspieler als auch Ōtsuzumi*-Spieler ist. Das Werk basiert auf Peter Townsends Roman „The Postman of Nagasaki“ und wurde 2025, zum achtzigsten Jahrestag des Kriegsendes, als Noh-Stück aufgeführt. Gemeinsam mit Fujikuras Werk gibt es dem Festivalpublikum die Möglichkeit, über Frieden und nukleare Abrüstung nachzudenken.
Beim Argerich Festival in Hamburg legen wir großen Wert auf ein vielfältiges Programm: Neben japanischem Noh-Theater bringen wir ganz bewusst Musik aus aller Welt auf die Bühne – Jazz, indische Musik, Flamenco und vieles mehr.”
Auch bei der Auswahl der klassischen Mitwirkenden spürt man Sakais tiefes Verständnis für den Geist Argerichs.
„Uns ist es wichtig, eine gute Balance zu finden, zwischen den Künstlerinnen und Künstlern, die Martha seit vielen Jahren begleiten, und solchen, die zum ersten Mal beim Festival dabei sind werden. So entsteht ein Programm, das man wirklich nur in Hamburg erleben kann – ohne vorhersehbarer Routine. Natürlich bereiten wir auch Aufführungen vor, die man unbedingt mit Martha hören möchte, etwa sämtliche Violinsonaten von Beethoven gespielt von Martha und Maxim Vengerov. Ein weiterer Bestandteil des Festivals ist unsere Reihe mit Schumann-Liedern, für die wir jedes Jahr eine andere Sängerin oder einen anderen Sänger einladen. Man könnte sagen: So wie Rudolf Serkin beim Marlboro Music Festival immer wieder Beethovens Fantasie für Klavier, Chor und Orchester aufführte, ist diese Schumann-Reihe inzwischen zu einem Symbol des Argerich Festivals in Hamburg geworden.
Das Festival in Hamburg – und das gilt auch für das Tokioter Festival „La Folle Journée“, bei dem ich häufig mitwirke – ist von einer sehr familiären Atmosphäre geprägt. Die Künstlerinnen und Künstler sollen das Gefühl haben, nach Hause zurückzukehren. Dass alle Beteiligten einander auf Augenhöhe begegnen und echtes Vertrauen zueinander aufbauen: Das ist das Allerwichtigste für Martha.”
*Ōtsuzumi, eine Trommel, die in der klassischen japanischen Musik verwendet wird.

Die Wiederentdeckung der »Jahreszeiten«
Ein weiteres bemerkenswertes Projekt Sakais ist die monatliche Veröffentlichung einzelnen Stücks aus Tschaikowskys Klavierzyklus »Die Jahreszeiten« auf YouTube.
„Der Anstoß dazu kam durch ein Konzert beim Lausitz Festival in Görlitz im September 2022“, erzählt Sakai. „Dort spielte ich Tschaikowskys „Jahreszeiten“, begleitet von einer Lesung aus Erich Kästners Gedichtzyklus „Die 13 Monate“. Japanische Leser und Leserinnen kennen Kästner sicher als den Autor des Kinderbuchs „Das doppelte Lottchen“. Die Aufführung hatte zudem eine szenische Komponente: Aus einem sogenannten Osmodrama strömten passend zu den Gedichten Düfte in den Zuschauerraum. Durch diese Erfahrung habe ich die „Jahreszeiten“ für mich neu entdeckt und habe das Werk seither immer wieder in meine Rezitalprogramme aufgenommen.
Da sich 2026 die Erstveröffentlichung von Tschaikowskys „Jahreszeiten“, zum 150. Mal jährt, hat Sakai beschlossen, dieses Jubiläum mit einem besonderen Projekt zu feiern. Jeden Monat veröffentlicht sie ein Stück aus dem Zyklus auf YouTube. Ursprünglich erschienen die „Jahreszeiten“ als monatliche Beilage einer Musikzeitschrift. Für Sakai sind sie ein Meisterwerk, in die feinsinnige Musikalität des russischen Komponisten in ihrer ganzen Fülle erfahrbar wird. „Tschaikowskys Werke für Soloklavier sind noch immer vergleichsweise wenig bekannt“, sagt sie. „Dabei gibt es neben den „Jahreszeiten“ viele verborgene Schätze, etwa die ‚18 Morceaux‘ (op. 72). Auch diese Werke möchte ich in Zukunft mit großer Sorgfalt pflegen.”

Ein Rezital in ihrer Heimatstadt Nagoya
Am 6. Juni gibt Sakai in ihrer Heimstadt Nagoya ein Rezital in der Konzerthalle Runde.
„In Nagoya habe ich 2025 eine jährliche Rezital-Reihe ins Leben gerufen. Beim zweiten Konzert stehen neben Werken von Chopin, Skrjabin und Beethoven auch Dai FUJIKURAs „Akiko’s Diary for piano“ auf dem Programm. Dieses Stück ist eine eigenständige Fassung der Kadenz aus dem bereits erwähnten Fujikuras Klavierkonzert Nr. 4. Auch in Nagoya werde ich Akikos digitalisiertes Klavier verwenden. In dieser Reihe nehme ich jedes Jahr ein Werk eines lebenden Komponisten ins Programm auf; im vergangenen Jahr spielte ich eine Etüde von Toshio HOSOKAWA.

Darüber hinaus verbinde ich in meinem Rezital Werke von Skrjabin mit Musik seines großen Vorbilds Chopin. Skrjabin gilt zwar oft als schwer zugänglich, doch seine Musik ist eigentlich von großer Schönheit und unmittelbarer Ausdruckskraft. Ich bin überzeugt, dass auch Menschen, die Skrjabin noch nicht kennen, seine Musik genießen können. Das Programm vereint Chopins Fantasie f–Moll op. 49, Skrjabins 2. Klaviersonate Gis-Moll op. 19, Beethovens Fantasiefür Klavier in H-Dur op. 77 und seine Klaviersonate Nr. 32 in c-Moll op. 111 – ein Abend der ganz im Zeichen musikalischer Vorstellungskraft steht. Ich freue mich sehr darauf, das Publikum in Nagoya begrüßen zu dürfen“, sagt Sakai.
Wie unser Gespräch zeigt, ist Sakai eine Künstlerin mit weitem Horizont und klarer Vision. Inspiriert von Martha Argerich, verließ sie Japan und hat sich seither nicht nur als Pianistin, sondern auch als Produzentin das Vertrauen von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt erworben. Mit ihrer Fähigkeit, durch Musik Menschen miteinander zu verbinden und neue Räume zu schaffen, hat sie der klassischen Musikszene wichtige Impulse gegeben.
In Japan waren die Gelegenheiten, Sakai live zu erleben bislang begrenzt. Künftig möchte Sakai die Konzerttätigkeit in ihrem Heimatland jedoch weiter auszubauen und die Erfahrung, die sie über viele Jahre hinweg gesammelt hat, an jüngere Generationen weitergeben. Wir werden Sakais unkonventionellen musikalischen Weg auch in Zukunft weiterhin aufmerksam begleiten.

Akane SAKAI
Die in Nagoya geborene Pianistin Akane SAKAI lernte zunächst am Toho Gakuen Musikgymnasium für Mädchen und später an der Toho Gakuen University unter Midori MIURA. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung in Belgien fort:am Königlichen Konservatorium Brüssel bei Evgeny Mogilevsky sowie am Conservatorium SLAC in Leuven bei Alan Weiss, wo mit Auszeichnung, dem Premier Prix, abschloss. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie von Pavel Gililov und Lilya Zilberstein. Sakai war Stipendiatin der NPO Yellow Angel, des Program of Overseas Study for Upcoming Artists des japanischen Amts für kulturelle Angelegenheiten*.
Als Solitistin arbeitete sie mit zahlreichen renommierten Orchestern zusammen, darunter die Kremerata Baltica, Sinfonia Varsovia, die Symphoniker Hamburg, das Orchestre national Avignon-Provence, das Orchestra della Svizzera italiana, das Tokyo Symphony Orchestra, die Manchester Camerata, und das Orchestre de Chambre de Lausanne. Zu den Dirigenten, mit denen sie musizierte, zählen Alexander Vedernikov, Sylvain Cambreling, Lionel Bringuier, Jean-Jacques Kantorow, Hubert Soudant und Naoto ŌTOMO.
Regelmäßig ist Akane Sakai bei internationalen Musikfestivals zu Gast, unter anderem bei La Folle Journée in Nantes und Tokio, dem Pacific Music Festival in Sapporo), dem Festival La Roque-d’Anthéron, dem polnischen Festival „Chopin und sein Europa“ (Polen), dem Lausitz Festival, dem Festival Lugano und dem Beppu Argerich Festival in Japan.
Ihr Repertoire spannt einen weiten Bogen von Bach bis zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Neben Werken von Prokofjew, Bartók, Messiaen und Takemitsu widmet sie sich auch selten gespielten Kompositionen von Władysław Szpilman, Roman Maciejewski und Mieczysław Weinberg. Eine besondere Rolle spielt in Sakais künstlerischer Arbeit die Kammermusik. Sie tritt regelmäßig mit herausragenden Musikern und Musikerinnen wie Martha Argerich, Gidon Kremer, Ivry Gitlis, Yuzuko HORIGOME, Nicholas Angelich, Alexander Knyazev, Mayu KISHIMA, Evgeni Bozhanov und Yoshiko KAWAMOTO auf.
Ihre Aufnahmen erschienen unter anderem bei Warner Music, der Deutschen Grammophon – darunter Live-Aufnahmen ihrer Auftritte auf dem Festival Lugano – sowie bei King International. Ihre erste Solo-CD „Strawinsky, Prokofjew, Ravel“ wurde von der japanischen Fachzeitschrift Record Geijutsu als herausragende Einspielung ausgezeichnet. Ihre jüngste Aufnahme „Voyages“, erschien im Juni 2022 beim deutschen Label Acousence.
Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Akane SAKAI für die künsterlische Planung des Martha Argerich Festivals Hamburg verantwortlich. Sie engagiert sich zudem als Jurorin internationaler Wettbewerbe, als Dozentin bei Meisterklassen und als Autorin.*Sonderamt unter dem Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie.
Offizielle Website: https://www.akanesakai.com/
YouTube: https://youtube.com/@akaneconcert7781
Martha Argerich Festival Hamburg: https://www.symphonikerhamburg.de/martha-argerich-festival